Der grosse Nachbar – einmal über die Tasman Sea Reviewed by Momizat on . Ein weiterer Vorteil vom Leben in Neuseeland ist, dass die Entfernungen zu anderen schönen Plätzen dieser Erde wie z.B Australien oder den Pazifischen Inseln ni Ein weiterer Vorteil vom Leben in Neuseeland ist, dass die Entfernungen zu anderen schönen Plätzen dieser Erde wie z.B Australien oder den Pazifischen Inseln ni Rating:
You Are Here: Home » Reiseberichte » Der grosse Nachbar – einmal über die Tasman Sea

Der grosse Nachbar – einmal über die Tasman Sea

Der grosse Nachbar – einmal über die Tasman Sea

Ein weiterer Vorteil vom Leben in Neuseeland ist, dass die Entfernungen zu anderen schönen Plätzen dieser Erde wie z.B Australien oder den Pazifischen Inseln nicht sehr weit ist. Meinen diesjährigen Weihnachts – und somit auch Sommerurlaub habe ich in einem Campervan tingelnd durch Australien verbracht. Flüge von Neuseeland nach Australien sind oft günstig zu ergattern z.B. fliegt Jetstar von Christchurch nach Melbourne für 90€ (one way) oder man bekommt Deals für 75 € von Christchurch nach Sydney (one way). Als Deutscher bekommt man ein normales Touristen Visum für Australien ohne zusätzliche Gebühren.

Während der Reise sind mir einige Unterschiedlichkeiten zwischen Neuseeland und Australien aufgefallen, aber ich habe auch viele Ähnlichkeiten der beiden Länder bemerkt. Die Campervan-Vermietung ist in Australien etwas kostspieliger als in Neuseeland, dafür ist das Benzin günstiger und auch die Campingplätze sind oft preiswerter als beim ‚kleinen‘ Nachbarn. Auf einem Basic-Campground (=Toiletten und kleiner Kochplatz vorhanden) kann man schon für 5€ pro Van (egal wie viele Personen) übernachten. Natürlich hat man auch die Möglichkeit, die 4 bis 5 – Sterne Variante (=Waschküche, heisse Duschen, Swimmingpool) zu wählen, aber dort zahlt man dann auch etwas mehr – ca. 20€ pro Nacht. Die Preise schwanken natürlich im Hinblick auf den Ort, wo man übernachtet. So ist ein Campingplatz in Sydney und Melbourne teurer als eine Übernachtung auf einem Campingplatz im Outback.

Kulturell gesehen unterscheiden sich Australien und Neuseeland nicht so sehr voneinander (wenn man mal die Kultur der Ureinwohner, d.h. der Maoris und Aborigines, außer Acht lässt). Der Englische Einfluss ist auch in Australien an vielen Stellen sichtbar, angefangen bei gleichen Essgewohnheiten (Fish’n Chips und Fast Food) bis hin zu den gleichen Geschäften. Ich habe mich schon darüber gewundert bzw erschrocken, wie viel in Neuseeland eigentlich australian-owned ist. Wenn man die Geschäfte im Stadtzentrum von Christchurch (NZ) und Mildura (AU) vergleicht, sieht es nicht wirklich anders aus. Auch habe ich erfahren, dass bis auf die Kiwibank alle neuseeländischen Banken (z.B. Bank of New Zealand) den Australiern gehört, und sogar die privatisierten neuseeländischen Gefängnisse sind in australischem Besitz. Das ist die globalisierte Welt !

Einige Dinge sind aber auch ganz anders in Australien als in Neuseeland. Man muss zum Beispiel viel weitere Entfernungen zurücklegen, um schöne Landschaften oder eine Landschaftsänderung zu sehen, wohingegen sich das Landschaftsbild in Neuseeland etwa alle 100km ändert. Unterschiedlich ist natürlich auch das Landschaftsbild an sich, während in Neuseeland überall Hügel und Seen zu finden sind, ist in Australien endlos flaches, plattes Land. Für mich als Schleswig-Holsteinerin ist das natürlich angenehm, da für mich die Port Hills in Christchurch (500m) schon den Mount Everest darstellen. Ja, ich gebe es zu, ich bin Flachland-Wanderer! Ein weiterer erheblicher Unterschied ist wohl auch die Farbe des Erdbodens: der berühmte rote Sand ist vielerorts sichtbar in Australien. Auf der Suche nach eben diesem Boden, endlos langem Horizont und Einsamkeit sind wir auf unserer Tour ein Stück ins Outback gefahren, nach Broken Hill, und sind auf unsere Kosten gekommen (siehe Fotos unten). Dieses Jahr ist das Outback allerdings grün. Es gab im letzten Jahr so viel Regen, dass Australien offiziell seine 10-jährige Dürre-Periode überwunden hat. Naja, gegönnt sei es den Australiern! Wie auch die Neuseeländer haben die Australier eine Unmenge von Schafen auf ihren Weiden stehen, nur sind dies e in Australien rot, da sie sich auf eben diesem roten Boden befinden. Die Polizei ist auch sehr aktiv im Straßenverkehr. In den Weiten des Outbacks wird immer wieder angekündigt, dass sogenannte Sicherheitskameras installiert wurden, und auf grossen Strassenschildern wird netterweise angekündigt, was gerade im Visier der Polizei ist. Als wir unterwegs waren, wurde auf übergrossen Straßenschildern angekündigt, dass ‚Drink Driving‘ und nicht ‚Speeding‘ überprüft wird. Wir haben uns dann gefragt, ob wir dann schneller fahren dürfen als erlaubt, weil das ja nicht das Ziel der Ploizeiüberwachung ist. Hahaha, kleiner Scherz am Rande!

Die Australier sind auch etwas umweltfreundlicher als die Neuseeländer, dort haben Flaschenpfand und Recycling schon Einzug in das alltägliche Leben gehalten. Auch gibt es viel mehr Abfalleimer auf den Gehsteigen, nach denen man in Neuseeland gezielt nach suchen muss.

Als Deutscher kommt man in Australien mehr auf seine Kosten was die Essensgewohnheiten betrifft; Käse, Brot und Bier gibt es in viel grösserer Auswahl und viel ähnlicherer Konsistenz als in Neuseeland. Als ich den Victoria Market in Melbourne besucht habe, war ich wohlbemerkt in ‚Food Heaven‘, so viele Käsesorten und auch Mozarella habe ich lange nicht mehr gesehen.

Die Temperaturunterschiede zwischen Australien und Neuseeland sind auch nicht ausser Acht zu lassen, während man in Neuseeland im Sommer bei angenehmen 25-30 Grad schwitzt, so wird man im australischen Sommer bei 32 – 42 Grad geröstet. Gerade in einem Campervan können diese Temperaturen etwas anstrengend werden und zu Schlafmangel führen. Man mag die Fenster wegen der Spinnen und Schlangen nicht auflassen, kann aber ab 7 Uhr morgens im Van nicht mehr atmen, weil es einfach zu heiss ist. Hier ist sie dann, die wohl bekannte Zwickmühle!

Mein persönliches Highlight in Australien war neben einem Besuch bei Aldi und Ikea, welche es in Neuseeland nicht gibt, das Silvester-Feuerwerk an der Sydney Opera zu erleben. Das war sehr beeindruckend und ist definitiv eine Reise wert. Na dann kann ich nur noch sagen, “Frohes Neues Jahr und nur das Beste für Euch „ … bleibt mir auch in 2011 treu!

Eure Meike

Flussmündung an der Vivonne Bay/ Kangoroo Island (links)

Remarkable Rocks/ Kangoroo Island (rechts oben)

Bay of Islands an der Great Ocean Road (rechts)

Unsere Route: in 16 Tage 3,650km (links)

Verlassene Stadt im Outback (unten)

Rote Sanddünen in Mildura (oben)

Anmerkung: Der Inhalt dieses Artikels beruht auf meiner persönlichen Meinung und meinen Erfahrungen in Australien und Neuseeland, und muss nicht der Meinung von Dritten entsprechen.

About The Author

Ich bin Meike, komme aus Deutschland und lebe nun schon seit fast 10 Jahren in Neuseeland. Ich bin als Backpackerin mit dem Work & Travel Visum im Januar 2008 eingereist und geblieben! Ihr könnt mir gerne schreiben unter meike@work-travel-nz.com

Number of Entries : 106

Comments (1)

  • Lisa

    Hi Meike, danke fuer diesen sehr netten Urlaubsbericht! Irgendwann habe ich auch noch mal vor eine Tour durch Australien zu machen, oder zumindest mal fuer einen Kurztrip nach Melbourne – aber dieses Jahr war mal wieder eine Rundreise durch NZ dran. Wir sind sogar auf der Rueckreise von Akaroa durch deinen Wohnort gekommen – wir hatten aber Familie im Schlepptau und konnten daher nicht laenger verweilen. Kommst du irgendwann nochmal nach Nelson? Wir bleiben in Kontakt. Ciao

    Reply

Leave a Comment

© 2012 Powered By Crazyweb.co.nz

Scroll to top