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Auto, Bus oder Rad – Rumreisen in Neuseeland

Auto, Bus oder Rad – Rumreisen in Neuseeland

Es gibt mehrere Möglichkeiten sich während seines Neuseeland - Trips fortzubewegen. Hier möchte ich Euch nun einige Varianten und Kombinationen vorstellen:

Eigenes  Auto

Das ist zur Zeit die beliebteste Variante unter Backpackern, und wenn man längere Zeit (sprich 3 Monate oder mehr) in Neuseeland bleibt, dann lohnt es sich ein eigenes Auto zu kaufen. Es hat sich ein richtiger Markt für diese Backpacker – Autos entwickelt. Gebrauchte Backpacker-Autos kann man sehr günstig kaufen, sie kosten zwischen $800 – 1500. Vans sind ab $1200 zu bekommen. Diese Wagen sind auf speziellen Backpacker-Auktionen und bei Backpacker- Autohändlern zu bekommen und dort auch schnell wieder zu verkaufen. Aber Achtung, hier gibt es auch schwarze Schafe, die einem für viel Geld eine richtige Schrottkarre unterjubeln wollen. Auch sehr gute Angebote findest Du an den Schwarzen Brettern in den Hostels. Besonders ab Juni (wenn die Backpacker alle wieder abreisen, bevor der Winter Einzug hält) sind dort gute Schnäppchen zu machen.  Oft enthalten diese Autos auch extra Equipment wie Zelt, Autokarten, Kochtöpfe, Klopapier etc das der Vorgänger nicht mit in die Heimat nehmen wollte. Überschreibung des Autos passiert ganz einfach im örtlichen Postamt, dort kannst Du auch die Registrierung bezahlen. Zwei Mal pro Jahr muss das Auto zur W.O.F. (= Warrant of Fitness), wie unser Deutscher TÜV, nur nicht allzu streng und nicht allzu teuer. Das Auto wird ohne Versicherung verkauft und in Neuseeland ist es keine Pflicht eine Autoversicherung abzuschliessen. Es ist aber empfehlenswert sich eine Versicherung (= Third Party Insurance) zu besorgen, die im Falle eines Unfalls die Schäden an Deinem und am anderen Wagen übernimmt.

Achtung ist im Strassenverkehr geboten; es wird auf der linken Seite gefahren. Diese Tatsache ist erstmal angsteinflössend, aber wenn Du dann die ersten 20km gefahren bist, ist alles gebongt. Es gibt hier ja nicht so viel Verkehr, wie in Deutschland. Die meisten Autos haben Automatikgetriebe, daher kann man sich voll und ganz auf den Verkehr konzentrieren und muss nicht noch das links schalten koordinieren (das geht aber auch). Auch wird in Neuseeland nicht gerast, da die Höchstgeschwindigkeit nur 100km/h beträgt.

Um in Neuseeland Auto fahren zu dürfen, brauchst Du einen Internationalen Führerschein, den bekommst man für ca.15 Euro bei der KFZ Zulassungstelle. Seit dem 1. Januar 2011 benötigt man für eine solche Beantragung den europäischen Führerschein.

Unter diesem Link erfährst Du, wie ich mein erstes Auto gekauft habe:  Meike’s Autokauf

Mietwagen/ Miet-Vans und Wohnmobile
Autovermietungen gibt es viele in Neuseeland und man kann schon für wenig Geld ein Auto mieten. Achtung ist geboten, was die Versicherung angeht, da, wie oben bereits erwähnt,  in Neuseeland keine Versicherungspflicht besteht. Man kann aber eine zusätzliche Versicherung bei der Vermietung abschliessen. Je länger man ein Gefährt mietet, desto günstiger wird es. Auch sind die Preise im Winter (Mai-Oktober) günstiger als in der Hochsaison zwischen November – April. Namen von bekannten Autovermietungen (=car rentals) sind: Thrifty, Apex, ACE Rentals, Juicy, Apollo, Omega u.v.m. Am Besten,einfach mal ‘googeln’!

Es gibt zudem auch unzählige Van-Vermietungen und Wohnmobil –Vermieter in Neuseeland, die Kleinbusse mit einfachen Kochplatten bis zu halben Wohnungen mit Ceranfeld und Ofen anbieten. Diese Art zu reisen ist sehr beliebt, weil in Neuseeland ‘wild camping’ erlaubt ist, d.h. man darf an jeglichen Plätzen übernachten, wenn es nicht ausdrücklich verboten ist.  Beliebte Vermietungen sind: Juicy, Wicked, Maui, Britz, Escape rentals, Starship, … Je länger man ein Gefährt mietet, desto günstiger wird es. Auch sind die Preise im Winter (Mai-Oktober) günstiger als in der Hochsaison zwischen November – April. Am Besten Du googelst und suchst Dir das aus, was Deinen Wünschen entspricht.

Überlandbusse oder organisierte Busreisen
Der neuseeländische Intercity , Nakedbus (Ryan Air unter den Bussen) oder Atomic Shuttle sind Busgesellschaften, die normale Touren von A nach B anbieten. Mit diesen Bussen reisen Backpacker, Kiwis und Businessleute gleichermassen. Diese Busse sind günstiger als die organisierten Bustouren, aber sie halten dafür nicht an Sehenswürdigkeiten. Mit dem Nakedbus kann man, wenn man früh genug bucht, manche Strecke schon für $1 fahren. Man kann zum Beispiel auch beim Intercity einen sogenannten Bus-Pass kaufen, die PrePaid Karte für Busreisen, man kauft eine gewisse Anzahl von Bus-Stunden und kann diese immer wieder aufladen.

Es gibt aber auch viele Unternehmen, die organisierte Busreisen anbieten. Diese Programme gehen von ‚jede Minute des Trips‘ ist organisiert, über Busfahrt und Übernachtung sind organisiert bis hin ‚nur Busfahrt‘ ist organisiert. Bekannte Busanbieter sind Magic Bus,  Kiwi Experience und Stray Travel. Am Besten mal googeln und schauen, welches der vielen Programme für einen in Frage kommt. Aus meiner Erfahrung ist Kiwi Experience die Version ‚Ballermann on the road‘. Magic Bus und Stray sind ein klein wenig mehr auf Individual- Touristen ausgelegt. Eine solche Bustour würde ich nur Leuten empfehlen, die Neuseeland in 2 oder 3 Wochen sehen wollen, und die nicht viel Zeit für Planung und Fortbewegung verschwenden wollen.

Soweit ich das System mit den organisierten Busreisen verstanden habe, muss man sich dort aber auch einen Platz im Voraus im Bus sichern und sich für ein Hostel entscheiden. Bei dem Intercity Pass muss man sich einen Platz sichern, per Telefon oder vom Information Centre aus und dann entsprechend das Hostel selber buchen. Wenn Du zum Beispiel den Südinsel-Loop (eine Küste hoch und die andere wieder runter) buchst, Dich aber in Christchurch entscheidest Hamner Springs oder Akaroa zu besuchen, dann musst Du ein neues Paket bei “Magic Bus” kaufen und beim Intercity könntest Du das dann individuell entscheiden und einfach von Deiner Stunden-Prepaid  Karte abbuchen lassen. Die Intercity Variante lässt Dir eben auch offen, wenn Du im Hostel eine Mitfahrgelegenheit bekommst, beim Magic Bus überlegst Du dann zweimal, weil Du das ja alles vorher bezahlt hast. Der Magic Bus hält ja auch an den Hostels, die sie im System haben (sie haben aber mehrere Hostels per Ort zur Auswahl), also ist die Auswahl beschränkt und Du bist meist mit den Leuten aus dem Bus zusammen. Andererseits ist das auch gut, so hat man gleich eine Gruppe. Bei dem Intercity ist das nicht so, den nutzen Touristen und Kiwis gleichermassen. Die Magic Bus Variante ist halt bequem und man muss nicht so viel selbst organisieren wie bei dem Intercity System. Auch hält der Magic Bus vor dem Hostel und  der Intercity an einem Stop in dem Ort und man muss noch zum Hostel laufen. Man kann aber auch den Fahrer nett fragen und dann kann es sein, dass er eine ExtraTour für Dich fährt. Auch sind die Orte meist nicht sehr gross, so dass sich das Laufen meistens im Rahmen hält.

Fahrrad
Das Land per Fahrrad zu erkunden wird immer beliebter, aber Vorsicht ist geboten, denn Radfahrer werden von Autofahrern nicht als Verkehrsteilnehmer ernst genommen und so passieren viele Unfälle mit Radfahrern. Die Regierung sorgt nun aber dafür, dass neue Radwege gebaut werden und versucht Sicherheit für Radfahrer herzustellen. Es gibt auch spezielle Fahradfahrer-Unterkünfte und Fahrradkarten. Wenn man seine Fahrrad-Reise plant ist ein gutes Fahrrad und ein Helm (Pflicht!) unabdingbares Equipment.

Mitfahrgelegenheiten
Schwarze Bretter mit unendlich vielen Mitfahrgelegenheitsanfragen und – angeboten finden sich in fast allen Hostels. Man trifft aber auch den einen oder anderen Backpacker in der Hostelküche oder im Zimmer und verabredet sich zur gemeinsamen Weiterfahrt. Da sind schon Freundschaften für’s Leben oder auch Liebesbeziehungen daraus entstanden. Vertrau’ dem Schicksal. Das ist das Schöne, wenn man den Luxus hat, in diesem Land etwas länger zu verweilen; die Zeit treibt einen nicht an. So nach dem Motto: wenn ich heute nicht losfahre, dann vielleicht morgen. Für mich persönlich war dies die beste Fortbewegungsmethode, kombiniert mit einem Bus-Pass vom Intercity.

Flug
Inlandsflüge sind günstig in Neuseeland, vor allem wenn man grosse Flughäfen anfliegt. One way Christchurch – Auckland kann man schon für $59 fliegen, wenn man flexibel ist, was Tageszeit und Datum angeht. So kann man schnell und günstig von der Nord- auf die Südinsel (oder umgekehrt) wechseln. Fluglinien sind zum Beispiel: Jetstar, Virgin Blue, Air New Zealand

Zug
Eine weitere Art der Fortbewegung ist der Zug. Das Liniennetz in Neuseeland ist nicht weit ausgebaut. Es gibt nur 3 Hauptstrecken: Christchurch – Greymouth/ Dunedin-Picton und Wellington-Auckland. Informationen zu Zugreisen innerhalb Neuseelands findest Du hier http://www.railnewzealand.com

Daumen raus (=Hitch hiken)
Dies war früher eine beliebte Methode der Fortbewegung unter den Einheimischen. Besonders auf dem Land war dies für viele Leute,die kein eigenes Auto besassen, die einzige Fortbewegungsmethode. Dies hat sich sehr geändert. Wie auch überall sonst auf der Welt ist es keine sichere Methode der Fortbewegung mehr, und ich würde es nicht empfehlen, da man auch schon öfter mal in der Zeitung negative Schlagzeilen von ausgeraubten Tramper stehen sieht.

Eine Kombination aus allem – So habe ich es gemacht:

Als ich 2008 in Neuseeland angekommen bin, habe ich mir einen aufladbaren Bus-Pass  vom Intercity gekauft und bin damit rumgereist, wenn ich es gebraucht habe. Ich wollte mir damals erstmal einen Überblick verschaffen und mir noch nicht gleich ein eigenes Auto kaufen. Meistens habe ich aber Leute in den Hostels kennengelernt, die mich in ihrem Auto mitgenommen haben. Das ist sehr verbreitet hier, denn die brauchen Unterstützung bei den Benzinkosten.  Zwei Wochen bin ich zum Beispiel mit einem Schweizer und einer Engländerin rumgereist. Das hat zu dem Zeitpunkt gut gepasst, und wir haben uns gut verstanden. Nach 2 Monaten habe ich dann ein Deutsches Mädel kennengelernt, und wir haben 3 Monate miteinander verbracht und sind zusammen rumgereist. Als mich meine Freundin aus Deutschland für 4 Wochen besuchen kam, haben wir uns zusammen einen Wagen gemietet. Und finally nach 1,5 Jahren habe ich mir dann ein eigenes Auto gekauft.

Also, wie Du siehst, gibt es viele Möglichkeiten in Neuseeland rumzukommen. Wichtig ist immer nur: KEEP LEFT!

Viel Spass beim Rumreisen & Take care
Meike

Meike vor dem Intercity

   Van vs Boot

About The Author

Ich bin Meike, komme aus Deutschland und lebe nun schon seit einigen Jahren in Neuseeland. Ich bin als Backpackerin mit dem Work & Travel Visum im Januar 2008 eingereist und geblieben! Ihr könnt mir gerne schreiben unter meike@work-travel-nz.com

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Comments (2)

  • Sabine

    Hallo Meike,
    ich bin 52 Jahre und werde am 01.03. März spontan nach Neuseeland fliegen. Dort werde ich ca. 7 Wochen bleiben.
    Ich habe deine Internet Seite gefunden und hoffe hier viele Info zu bekommen. Ich bis ganz gespannt….
    Viele Grüße
    Sabine

    Reply

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