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Studieren in Neuseeland

Studieren in Neuseeland

Manch einer entscheidet sich auch für ein Auslandssemster in Neuseeland anstatt eines Work & Travel Jahres, oder möchte nach dem Work & Travel Jahr in Neuseeland bleiben und plant ein Studium vor Ort zu absolvieren. Was ist eigentlich zu beachten, wenn man in Neuseeland studieren möchte:

Neuseeland hat 8 Universitäten und 18 Polytechnics (ähnlich wie Fachhochschulen). Die Unis sind:  Massey University (3 Standorte; Palmerston North, Wellington, Auckland), University of Auckland (Auckland), Auckland University of Technology,  Univeristy of Waikato (Hamilton), Victoria University (Wellington), Lincoln University (Lincoln), University of Canterbury (Christchurch) und Otago University (Dunedin und Christchurch) . Wer sich als Student aus Deutschland für ein Auslandssemester in Neuseeland interessiert, muss sich trotzdem für eine der Hochschulen entscheiden.

Grundsätzlich sollte man dafür das eigentliche Ziel des Auslandssemesters vor Augen haben. Nicht jede Uni in Neuseeland bietet das volle Spektrum an Fachrichtungen, wie man sie aus Deutschland kennt. Einige Universitäten – wie die Lincoln University – konzentrieren sich in ihren Colleges auf ausgewählte Fachrichtungen und bieten beispielsweise vornehmlich Studienfächer im Bereich der Wirtschafts- und Agrarwissenschaften oder der Kunst an.

Man sollte daher genau gucken, dass die Wunschuniversität eine Studienrichtung ähnlich dem deutschen Studiengang anbietet. Schließlich soll das Auslandssemester sich auch fachlich lohnen und angerechnet werden können, damit sich das Studieren in Neuseeland lohnt. Werden Kooperationen zwischen der Heimatuni mit der neuseeländischen Uni unterhalten, sind die Hürden meist niedriger. Free-Mover müssen sich dagegen vor der Abreise um die Anerkennung kümmern – z. B. über ein Learning Agreement mit der Heimathochschule.

Zu den Zulassungsvoraussetzungen für ein Auslandssemester gehört in der Regel ein Sprachtest. In Form des Test of English as a Foreign Language (TOEFL) oder International English Language Testing System (IELTS) kann der Sprachtest in Deutschland abgelegt werden. Einige Hochschulen akzeptieren weitere Alternativen, wie den DAAD-Englischtest.

Neben den sprachlichen Voraussetzungen sollten die weiteren Bedingungen im Auge behalten werden. Im Allgemeinen muss für ein Auslandssemester eine gewisse Zahl von Hochschulsemestern in Deutschland absolviert werden.

 Gebühren – Lebenshaltungskosten – Finanzierung

Studieren kostet Geld, für das Auslandssemester verlangen die Universitäten vor Ort Studiengebühren, die im Regelfall vor Beginn des Semesters bezahlt werden müssen. Allerdings ist der Höhe nicht landesweit einheitlich geregelt, die Hochschulen legen den Umfang der Studiengebühren selbst fest. Daher müssen Studenten aus Deutschland mit unterschiedlich hohen Kosten rechnen. Hinzu kommt die Tatsache, dass je nach Studienfortschritt (Under- und Postgraduate) die Höhe der Gebühren variieren kann. Ein Postgraduierten- Aufenthalt ist in Neuseeland mitunter günstiger als ein Undergraduate.

Im Durchschnitt verlangt eine neuseeländische Uni  für ein Auslandssemester im Undergraduate-Bereichca 12.000 NZD (Neuseeland-Dollar; rund 8.000 Euro). Im Vergleich zu den Studiengebühren in Deutschland ist das sehr hoch. Allerdings werden seitens der Hochschulen in Neuseeland die Studenten vor diesem Hintergrund eher als zahlende Kunden wahrgenommen – und entsprechend zuvorkommend behandelt. Auch ist die Betreuung sehr viel persönlicher. Meist kennen die Professoren die Studenten mit Namen, was in Deutschland ja meist nicht der Fall ist.

Weitere Kosten, die eingerechnet werden müssen sind der Flug (ca 1.500 Euro), ausserdem muss jeder Auslandsstudent essen, wohnen, schlafen – und will in der Freizeit auch noch etwas über Land und Leute erfahren. Über das Budget sollte man sich daher vorab Gedanken machen. Hilfreich kann die Suche nach Kommilitonen höherer Semester sein, die bereits einen Abstecher nach Neuseeland hinter sich haben. Hier sind nicht nur Informationen in Bezug auf die finanzielle Planung aus erster Hand vorhanden. Mitunter haben ältere Studenten noch ganz andere Tipps für die Planung des Auslandssemesters parat (wie sich zum Beispiel am schnellsten eine WG finden lässt oder wie man in Neuseeland mit wenig Geld von A nach B kommt).

Wie sich die einzelnen Posten im Budget letztlich auswirken, lässt sich pauschal nur schwer schätzen. Einerseits unterscheiden sich die Preise regional deutlich (in den größeren Städten wie Auckland ist mit höheren Ausgaben zu rechnen), auf der anderen Seite ist die Höhe der Ausgaben auch eine Frage des eigenen Anspruchs. Wer mit wenig zufrieden ist, für den reicht ein einfaches Zimmer für 100 NZD. Oder man wohnt etwas gehobener – und greift dafür deutlich tiefer in die Tasche.

Übrigens: Supermärkte sind in Neuseeland nicht unbedingt immer die günstigste Einkaufsmöglichkeit. Verblüffenderweise sind es unter anderem Produkte wie Milch, die in Neuseeland teuer sind. Kleinere Asia-Märkte usw. eignen sich durchaus dazu, das eigene Budget etwas zu schonen. Generell sollte man ca. 650 – 700 Euro als Minimum für einen Monat Neuseeland ansetzen.

Daher ist die Finanzierung eines Auslandssemesters in Neuseeland vor dem Hintergrund Studiengebühren und Lebenshaltungskosten wahrscheinlich das größte Hindernis. Umso wichtiger wird die Frage, wie sich der Aufenthalt finanzieren lässt. Grundsätzlich stehen an dieser Stelle mehrere verschiedene Alternativen zur Auswahl. Und fast immer ist eine der ersten Ideen das Auslands-BAföG. Der Grund: Letzteres hilft nicht nur dabei, die laufenden Unterhaltskosten zu finanzieren. Anders als die Ausbildungsförderung eines Studiums in Deutschland wird fürs Auslands-BAföG ein Mehrbedarf angerechnet – unter anderem für Studiengebühren.

Für diese erhalten angehende Akademiker bei Bedarf bis zu 4.600 Euro (pro Jahr) als Zuschuss und können zudem für je eine Hin- und eine Rückfahrt 500 Euro als Unterstützung in Anspruch nehmen. Darüber hinaus gewähren die BAföG-Ämter auch einen Zuschuss zur Krankenversicherung sowie einen Lebenshaltungskostenzuschuss, der jedes Jahr neu festgesetzt wird.

Das Auslandssemester rückt mit dem Auslands-BAföG in greifbare Nähe. Allerdings müssen Studenten im Hinterkopf behalten, dass nicht jedes Auslandssemester gefördert werden kann. Generell lässt sich Auslands-BAföG für den Aufenthalt in Neuseeland auch nutzen, wenn in Deutschland kein Anspruch auf BAföG besteht. Wer das Semester mithilfe von Auslands-BAföG finanzieren will, muss seinen Wohnsitz in Deutschland haben und die Ausbildung in Neuseeland muss förderfähig sein – was in der Regel eine mindestens einjährige Einschreibung an einer deutschen Hochschule erfordert.

Hinzu kommt als weiteres Problem: Die Förderungshöhe richtet sich nach dem Einkommen der Eltern. Wie sehen aber die Finanzierungsalternativen aus? Finanzieren lässt sich das Auslandssemester abseits des Auslands-BAföG alternativ über

  • finanzielle Hilfe der Eltern,
  • ein Stipendium oder Förderprogramme der einzelnen Hochschulen
  • sowie einen Bildungs-/Studienkredit privater Banken.

Letztere Möglichkeit wird von angehenden Studenten gern in Betracht gezogen. Allerdings muss hier klar sein, auf welches Pferd man setzt. Gerade die Frage der Tilgung muss vorab geklärt werden. Und auch, ob der Zins variabel oder fest ausgestaltet wird. Fehler an dieser Stelle können schnell zum Problem werden – wenn der Studienkredit beispielsweise keine Möglichkeit der Tilgungsaussetzung in finanziellen Notlagen bietet. Einen Vorteil hat der Studienkredit aber: Er wird ohne Rücksicht auf das Einkommen der Eltern ausgezahlt.

Vorbereitung

Grundsätzlich bietet das Auslandssemester in Neuseeland viele Möglichkeiten – auch für den beruflichen Einstieg. Bevor es soweit ist, muss jeder interessierte Student einige Hürden nehmen. Einerseits gehört dazu das Bewerbungsverfahren um einen Studienplatz. Erfüllt man die Voraussetzungen der jeweiligen Hochschule und wird akzeptiert, fehlen nur noch die Studiengebühren.

Werden diese entrichtet, können sich Studenten um das Visum bemühen. Letzteres wird für Aufenthalte von mehr als drei Monaten benötigt und setzt

  • einen Pass,
  • den Nachweis der geplanten Ausreise,
  • den Nachweis über einen Studienplatz
  • sowie die Unterlagen zu den Studiengebühren voraus.

Zur Bedingung für das Studentenvisum gehören zudem mitunter ein Gesundheitscheck sowie der Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel. Studenten, die weniger als neun Monate in Neuseeland bleiben, müssen pro Monat über eine Summe von 1.250 NZD verfügen und dies entsprechend nachweisen können. Darüber hinaus kommen Studenten aus dem Ausland um eines nicht herum – eine Krankheitskosten-Pflichtversicherung (OHSC).

Welche Unterlagen für die Bewerbung um ein Auslandssemester genau benötigt werden bzw. was davon übersetzt werden muss usw. lässt sich am besten mit den Hochschulen selbst klären. Einige der Unis bieten Informationen sogar in deutscher Sprache an – wie beispielsweise die University of Auckland. Auf diesem Wege lässt sich auch die Frage der Unterbringung in den ersten Tagen klären. Eine Möglichkeit wäre der Einzug in die vor Ort vorhandenen Studentenwohnheime.

Tipp: Wer sich vorab vor Ort ein Bild von der Lage machen und dann entscheiden will, kann sich in ein Backpacker Hostel einmieten und erst neuseeländische Luft schnuppern, bevor er sich für das passende Dach überm Kopf entscheidet.

Also, wie auch das Work & Travel Jahr, wird ein Auslandssemester in Neuseeland ein einschneidendes und unvergessliches Erlebnis.

Herbstliche Grüsse sendet euch, Meike

P.S. Ein grosser Dank geht an das Team von “Neuseeland für Deutsche”, die mir diesen Artikel freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Das Original findet ihr unter folgendem Weblink: http://neuseelandfuerdeutsche.com/studium

Meike auf Campus

Meike vor der Lincoln University Library – die Ivory Hall

  Lincoln campus springtime

Frühling & Herbst auf dem Lincoln Campus

Lincoln campus autumn

Mein Arbeitsplatz auf dem Campus

The Lodge

About The Author

Ich bin Meike, komme aus Deutschland und lebe nun schon seit fast 10 Jahren in Neuseeland. Ich bin als Backpackerin mit dem Work & Travel Visum im Januar 2008 eingereist und geblieben! Ihr könnt mir gerne schreiben unter meike@work-travel-nz.com

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