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Keine Panik auf der Titanic – ZwangsZwischenStop in Tokio

Keine Panik auf der Titanic – ZwangsZwischenStop in Tokio

Was passiert eigentlich, wenn das Flugzeug mal eine Panne hat? In diesem Artikel möchte ich euch meine Erlebnisse von meinem Rückflug nach Neuseeland vor ein paar Tagen erzählen … denn es kann jeden treffen, und dann heisst das Motto: Ruhe bewahren!

Meine Reise ging von Hamburg über Wien nach Tokio mit Austrian Air und von Tokio über Auckland nach Christchurch mit Air New Zealand – insgesamt standen also 4 Flüge auf der Agenda. Die Reisezeit sollte ca. 48 Stunden betragen mit einem langen Stopover von 12 Stunden in Tokio. Letztendlich bin ich nach 64 Stunden in Christchurch angekommen … wie es dazu kam:

Die Reise ging wirklich super los, vor allem, weil ich auf dem 11stündigen Flug von Wien nach Tokio eine ganze Reihe (4 Sitze) für mich hatte, und ich dachte schon ‘wow’ das wird ja ein super entspannter Rückflug, wenn ich am Beginn der Reise schon so viel Glück habe. In Tokio angekommen habe ich mir für 6 Stunden, einen Dayroom im Flughafen genommen und konnte dort noch etwas schlafen und duschen. Um 18 Uhr habe ich dann den Flieger nach Auckland bestiegen, welcher auch nochmal 11 Stunden dauern sollte. Wir fuhren dann zur Startbahn, wo der Pilot dann bemerkte, dass er die rechte Turbine nicht starten konnte, also ging es dann wieder zurück zum Gate, wo sich daraufhin ein Flugzeugingenieur die ganze Sache angeschaut hat. Der Pilot sagte daraufhin durch “alles klar, das Luftventil zur Turbine wurde erfolgreich repariert, und nun kann’s losgehen” und somit wir fahren wieder zur Startbahn –und dort ging das Spiel dann wieder von vorne los, denn die Turbine liess sich immer noch nicht voll starten. Also, rollten wir wieder zurück zum Gate. Zu dem Zeitpunkt war es 22 Uhr, und wir sassen 4 Stunden im Flugzeug, nun war auch mittlerweile der Flughafen in Tokio geschlossen, denn von 22 Uhr bis 6 Uhr ist dort alles dicht. Daraufhin machte der Pilot die Durchsage, dass die Stewardessen nun Abendessen servieren, und wir über Nacht in Tokio bleiben müssen. Tja, nun mussten für ca. 200 Leute Hotelzimmer organisiert werden, plus Bustransport, und auch Passkontrolleure und Zollbeamte mussten aus ihrem Feierabend wieder zum Flughafen gerufen werden, denn wir hatten ja schon das Land verlassen. Es ist echt unglaublich, was da alles so hinter steckt, daran denkt man gar nicht, zum Beispiel mussten auch alle Passagiere ihre Duty -Free Produkte abgeben, denn die durften sie ja nicht mit ausführen.

Um Mitternacht sassen wir dann im Bus zum Hotel (sie hatten uns also von 18 Uhr bis 23.30 Uhr im Flugzeug sitzen lassen!!!), die Busfahrt zum Hotel (Shinagawa Prince Hotel) hat nochmal unglaubliche 1/1/4 Stunden gedauert, so dass wir um 1:30 Uhr im Hotel waren. Das Einchecken dauerte daraufhin auch nochmal ewig, denn es stellten sich ja nun 200 Leute an der Rezeption an. Nach einer unruhigen “Nacht” sollte es morgens um 9:45 Uhr mit dem Bus zurück zum Flughafen gehen – das lief auch super. Um 11:30 Uhr machte der check-in counter (denn wir brauchten ja alle neue Boardkarten) wieder auf, also wieder eine Schlange von 200 Leuten … und um 14 Uhr ging es endlich los mit einem neuen Luftventil in der rechten Turbine. Wir kamen dann um 4:45 Uhr morgens in Auckland an und um 8 Uhr ging es dann für mich weiter nach Christchurch. Damit war ich insgesamt 64 Stunden unterwegs war: ich habe Donnerstag morgen um 6.30 Uhr das Haus meiner Eltern verlassen, und war Sonntag vormittag um 10:30 Uhr bei mir in Lincoln (Montag ging es dann gleich wieder zur Arbeit). So – und nun bitte eine Dose Mitleid für mich!

Generell denke ich, dass solche Dinge immer mal passieren können, und es war auch alles gut organisiert, bis auf, dass sie uns 6 Stunden im Flieger sitzen lassen haben. Ich möchte euch mit meiner Geschichte auch nur sagen, dass,  wenn euch so etwas auf dem Weg nach oder von Neuseeland passieren sollte, ihr euch keine Sorgen machen braucht, denn die Fluggesellschaft organisiert alles von Transport über Unterkunft und Anschlussflüge. Daher würde ich auch bei so einem langen Flug immer mit einer Fluggesellschaft fliegen und mir nicht meinen Flug nach Neuseeland aus mehrern Airlines zusammenstellen, nur weil das vielleicht ab London oder Dubai 200 Euro billiger ist, denn wenn so eine Panne mal passiert, dann sorgt natürlich keiner für die Anschlussflüge – und dann kann’s teuer werden.

Auch bringt es überhaupt nichts sich in so einer Situation aufzuregen und da den dicken Larry zu machen, denn man kann ja eh nichts ändern. Ich habe mich meinem Schicksal gefügt (war auch viel zu müde um noch irgendwelche Emotionen zu haben) und immer brav befolgt, was gesagt wurde: Nützt ja nüscht.

Ich konnte der ganzen Aktion aber auch gute Sachen abgewinnen: nette Bekanntschaften (Hallo Debbie aus Luzern) – denn man ist ja Leidensgenosse-, einen Kurzbesuch in Tokio und einmal im 32. Stock übernachtet zu haben – obwohl das kann man nicht so richtig geniessen, wenn man schon mal ein Erdbeben miterlebt hat und weiss, wie erdbebengefährdet Tokio ist.

Anyway, ich bin gut wieder in Neuseeland gelandet …. und das werdet ihr auch, wenn ihr mal in so eine Situation kommt, also Keine Panik auf der Titanic.

Viele sommerliche Grüsse

Eure Meike

P.S. Falls ihr auch mal so etwas auf dem Weg nach oder von Neuseeland erlebt habt, schreibt es mir doch auf meike@work-travel-nz.com

Und nun zum Abschluss gibt es noch ein paar Bilder aus Tokio.

P1000204Tokio ist blau und grau (Stahl, Beton & Wasser) – wer’s mag.

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Ampeln in Tokio sind horizontal, und es herrscht Linksverkehr.

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Ein kleiner Schrein inmitten der Betonbauten.

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Origami Ausstellung in Narita Airport

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Toiletten sind in Japan eine Wissenschaft für sich mit beheizten Sitzen und Lautstärkeregler für die Spülung.

 IMG_5514Kindersitz in der Toilette, wohin auch mit dem Baby, wenn Mutti mal muss.

IMG_5500Regenschirmschlösser

 

About The Author

Ich bin Meike, komme aus Deutschland und lebe nun schon seit fast 10 Jahren in Neuseeland. Ich bin als Backpackerin mit dem Work & Travel Visum im Januar 2008 eingereist und geblieben! Ihr könnt mir gerne schreiben unter meike@work-travel-nz.com

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