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Five Peaks in Five Weeks

Five Peaks in Five Weeks

Was macht man, wenn man zwei Monaten frei hat und schon vieles von Neuseeland gesehen hat? Ja genau, man erkundigt seine direkte Umgebung mal etwas näher. Letztes Jahr hatte ich einen verlängertern Weihnachts-/Sommerurlaub, der schon Anfang November begann und sich bis Anfang Januar hinauszog. Für diese Zeit hatte ich einige Abenteuer geplant und mir ausserdem das Motto ‚5 peaks in 5 weeks‘ gesetzt.

Mount Vernon

Meine erste ‚Bergbesteigung‘ unternahm in meinem eigenen ‘backyard’. An einem sonnigen Montag während alle meine Freunde in ihren Büros schwitzten, bin ich meinen ersten kleinen Gipfel hinaufgeklettert – und zwar den Mount Vernon in den Christchurch Port Hills. Dieser befindet sich sozusagen hinter meinem Haus, und ich kann ihn jeden Morgen von meinem Küchenfenster aus sehen, aber in den letzten anderthalb Jahren habe ich es nie geschafft ihn zu besteigen. Der Mount Vernon ist die höchste Erhebung der Christchurch Port Hills mit 462 Metern über dem Meeresspiegel, also nicht sehr hoch, daher hat es auch nur ca. 40 Minuten gedautert bis ich auf dem Gipfel war, und weil ich dann noch Energie übrig hatte bin ich auf dem ‘Crater Rim Walkway’ weiter zum ‘Sign of the Kiwi’ gelaufen, insgesamt waren es 18km. Es war ein toller Loop und ich wusste bis dahin nicht, wie schön es nur ca 3km von meinem Haus entfernt ist.

 

collage-mt-vernon-loop

 

Mount Grey

Gipfel Nummer 2 war Mount Grey, einer der nördlich von Christchurch gelegenen Foothills. mit einer Höhe von 933m. Dieses Mal hatte ich auch einen hiking buddy dabei: meine holländische Freundin. Für sie war es ein Kinderspiel, denn sie ist ein paar Monate zuvor von Holland nach Spanien gegangen (insgesamt 2,500km), sie ist sozusagen einen verlängerten Jakobs Weg gelaufen. Schluck! Wir sind an einem sonnigen Tag dem ‘Mount Grey Track’ auf den Gipfel gefolgt. Es war ein leichter Anstieg und nach 1,5 Stunden haben wir den Gipfel erreicht, von dort konnten wir bis nach Kaikoura schauen. Bergrunter ging es dann auf dem ‘Red Beech Track’. Dieser war etwas anstrengender, da es mehr hoch als runter ging – komischerweise. Insgesamnt haben wir an dem Tag mehr als 1.000 Höhenmeter auf einem 16km langen Loop- Track überwunden. Das habe ich am naechsten Tag auch in den Beinen gemerkt.

 

mt-grey-collage

Mount Oxford

Meinen dritten Gipfel habe ich wieder alleine in Angriff genommen. Dieses Mal ging es 1,364m den Mount Oxford hinauf. Gestartet habe ich am Coopers Creek Carpark. Die ersten 5km waren sehr einfach – nur ein leichter Anstieg und ich habe mich schon gefreut, dass es ein einfacher Bergsteigertag wird, allerdings habe vor mir immer nur diesen hohen Gipfel gesehen und mich gefragt, wie ich bei diesem leichten Anstieg dort jemals hochkommen soll … und dann taddaddddaaa – surprise, surprise – wie aus dem Nichts tat sich vor mir eine fast vertikale Felswand auf (ok vertikal ist vielleicht etwas übertrieben, aber es war steil!). Naja, und dann hab ich verstanden, dass die lezten Höhenmeter geklettert werden müssen. Total erschöpft bin ich dann nach 4 Stunden auf dem Gipfel angekommen. Erschwerend kam hinzu, dass ein sehr starker Wind wehte, der mich beim Aufstieg immer schon fast umgeweht hat. Auf dem Gipfel “stand” ich nur ca 2 Minuten, weil ich mich wegen des Windes nicht aufrecht hinstellen konnte und mich an den Büscheln festhalten musste, um nicht die Klippen herunter geweht zu werden. Teilweise hat mir der Wind auch ganz schön Angst gemacht. Daher habe ich dann auch schnell den Ruecktritt angetreten. Nach 7 Stunden bin ich dann wieder heil am Auto angekommen und war Stolz wie Bolle, dass ich es alleine auf den Gipfel geschafft habe, denn ich war wirklich alleine,: den ganzen Tag habe ich keine weitere Menschenseele gesehen.

Mount Oxford Collage

Little Mount Peel

2015 habe ich schon einmal versucht Little Mount Peel im Peel Forest zu besteigen. Damals bin ich kläglich gescheitert, mit einer dicken Erkältung musste ich nach ca 2 Stunden Aufstieg aufgeben. Als meinen vierten Gipfel habe ich mir dann vorgenommen, es noch einmal zu versuchen. Little Mount Peel, mit seinen1,311 m, ist zwar geringfügig kleiner als Mount Oxford, allerdings ist der Aufstieg kürzer und daher anstrengender. Es ging den ‘Deer Spur Track’ hinauf und die ‘South Ridge Route’ wieder runter. Insgesamt war ich 8 Stunden auf den Beinen. Strahlend blauer Himmel und Sonne den ganzen Tag, und ich glaube am Ende des Tages hatte ich auch einen kleinen Sonnenstich. Abends bin um 19 Uhr ins Bett gefallen. Aber es hat sich auf jedenfall gelohnt. Auf dem Gipfel vom Mount Peel ist eine kleinen Shelter, diese hängt an einer Klippe und sieht wirklich beeindruckend aus …. und dann erst die Aussicht von dort oben, fast bis nach Chile (ok, wieder etwas übertrieben, aber bis nach Oamaru – hehe!).

Little Mount Peel Collage 

 

Crater Rim Walkway

Als fünften Gipfel hatte ich mir dann vorgenommen, die vielen kleinen Gipfel der Christchurch Port Hills zu besteigen, in dem ich den fast 40km langen ‘Crater Rim Walk’ laufe. Dieser geht von Godley Heads im Osten bis nach Halswell im Westen. Heute bin ich bin sehr froh, dass ich den ganzen Track gelaufen bin, denn durch das grosse Buschfeuer in den Port Hills Mitte Februar ist nun ein grosser Teil des Wanderweges zerstört. Gestartet habe ich den Track in Sumner Beach, den Captain Thomas hinauf auf den Crater Rim und bis nach Halswell über die Gipfel an der Gondel vorbei, Rapaki und runter ging es den Kennedys Bush Track. Ich konnte auch mein Haus von oben sehen und all die kleinen Täler, die ich sonst immer auf meinen Mountainbiketouren sehe. Es war schön diese Tracks mal zu bewandern, denn auf dem Mountainbike hat man nie die Gelegenheit sich die Umgebung mal in Ruhe anzuschauen.

 

collage Crater Rim

 

Alps 2 Ocean Cycle Trail

Neben diesen 5 Gipfel bin ich in meinem zwei Urlaubsmonaten auch viel Mountainbike gefahren. Meine Urlaubszeit wurde durch eine 3-tägige Radtour auf dem Alps 2 Ocean Cycletrail von Twizel nach Duntroon eingeläutet. In 3 Tagen sind wir insgesamt 160km gefahren vorbei an riesigen Staudämmen, über Weingüter und auch einige Flussüberquerungen mussten gemeistert warden. Dies war ein toller Start in meine Urlaubszeit. Hier findet ihr noch einen weiteren Artikel von mir zum Thema Mountainbiken in Neuseeland

 

Alps2Ocean Collage

 

Craigieburn Forest

Eine weitere Mountainbiketour, die ich nicht vergessen werde, war ein Tagestrip in den Craigieburn Forest. An einem sonnigen Sonntag hat es mich und ein paar Freunde in den Craigieburn Forest kurz vor Arthurs Pass verschlagen. Die Tracks dort sind neben dem Wandern auch zum Mountainbiken freigegeben. Ich habe mich der Gruppe angeschlossen ohne wirklich zu wissen, welche von den vielen Tracks wir an dem Tag fahren. Allerdings habe ich nicht damit gerechnet, dass wir sie ALLE fahren werden! Wir sind 5km die Craigierburn Ski Access Road hinauf, dann bergrunter auf den Tracks namens ‘the Edge’ und ‘the Luge’, dann wieder die Craigieburn Ski Access Road hoch, um dann den Track namens Dracophyllum Flat (total doof!) und den Hogs Back Track zu fahren – insgesamt ging es mehr rauf als runter. An dem Tag sind wir 46km gefahren und am Anfang des letztens Tracks habe ich fast angefangen zu heulen, weil ich nicht mehr konnte. Also, dieser Trip hat mir wirklich gezeigt, wo meine Grenzen sind, da hat auch die schöne Aussicht nichts geholfen!

Craigieburn Collage2

 

Meine zwei Monate endeten mit einem 2-wöchigen Urlaub im Norden der Südinsel, inklusive 4 Tage Kayaken & Wandern im Abel Tasman Nationalpark. Der Trip mit dem Kayak war wirklich mal etwas anderes. Zelt und Proviant wurden im Kajak verstaut und abends haben wir an einer einsamen Bucht das Zelt aufgeschlagen und hatten somit einen ganzen Strand für uns alleine. Aufgeweckt wurden wir dann vom Sonnenaufgang über dem Meer und weiter gings ….

 

Holiday Collage 1a

Wie ihr seht habe ich in meinen zwei Urlaubsmonaten sehr viel unternommen (hier ist auch ein weiterer Artikel von meinen Abenteuern 2016: mein Jahr in Bildern)  und ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte diese 2-monatige Auszeit zu nehmen. Dies verdanke ich vor allem meiner Chefin, die es mir das ermöglicht diese Zeit freizunehmen, und ich kann es nur jedem raten mal etwas Zeit für sich zu nehmen – raus aus dem stressigen Alltag. Es tut so gut sich auf einen Berg zu setzen und über sein Leben und dessen Inhalt zu sinnieren: wo man ist – wo man sein will!

Also, wenn ihr mal eine Chance auf eine Auszeit habt, ergreift sie – Zeit ist so viel mehr Wert als Geld!

In diesem Sinne, bleibt neugierig & fit

Eure Meike

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About The Author

Ich bin Meike, komme aus Deutschland und lebe nun schon seit fast 10 Jahren in Neuseeland. Ich bin als Backpackerin mit dem Work & Travel Visum im Januar 2008 eingereist und geblieben! Ihr könnt mir gerne schreiben unter meike@work-travel-nz.com

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