Nordish by nature – Campervanglückseeligkeit auf der Nordinsel Reviewed by Momizat on . Was tun, wenn man eine Woche auf der Nordinsel zur Verfügung hat. In diesem Artikel gebe ich euch ein paar Ideen, wie man die 7 Tage auf der Nordinsel sinnvoll Was tun, wenn man eine Woche auf der Nordinsel zur Verfügung hat. In diesem Artikel gebe ich euch ein paar Ideen, wie man die 7 Tage auf der Nordinsel sinnvoll Rating: 0
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Nordish by nature – Campervanglückseeligkeit auf der Nordinsel

Nordish by nature – Campervanglückseeligkeit auf der Nordinsel

Was tun, wenn man eine Woche auf der Nordinsel zur Verfügung hat. In diesem Artikel gebe ich euch ein paar Ideen, wie man die 7 Tage auf der Nordinsel sinnvoll nutzen kann, viel erlebt und trotzdem relaxt.

Am Ostersonntag bin ich in Auckland gelandet und habe einen kleinen Campervan abgeholt, der nun für eine Woche mein Zuhause sein sollte. Von Auckland ging es dann auf die Coromandel Halbinsel. Diese Halbinsel ist berühmt für ihre weissen Strände. Genau das richtige für Christchurchler, die nun schon winterliche Temperaturen erleben dürfen.

An der westlichen Seite über Thames und Coromandel Town ging es zur ersten Übernachtung, einem kleinen Campingplatz in Whangamapou mit einem tollen Sandstrand und einem Track zum verlassenen New Chums Beach.

Am nächsten Tag ging es weiter über das Dorf Kuaotunu zu dem Geheimstrand (laut Lonely Planet, hahah!) Otama Beach. Die Fahrt über 3km Schotterpiste hat sich gelohnt. Einsamkeit, weisser Sand und türkises Wasser so weit das Auge reicht. Nach einigen Stunden Entspannung und Schwimmen in riesigen Wellen (bye bye Sonnenbrille) ging es weiter in Coromandels grösste Stadt ‘Whitianga’. Das letzte Mal war ich 2012 dort. Seitdem hat sich sehr viel getan, ein riesiger Supermarkt, viele neue Hotels, Neubausiedlungen wurden in den letzten Jahren hochgezogen.  Die Lage der Stadt direkt an der Mercury Bay hat sich natürlich nicht verändert und ist immer noch wunderschön.

Die zweite Nacht habe ich dann südlich von Whitianga in dem ruhigeren Cooks Beach auf dem Flaxmill Campground verbracht, und am nächsten Morgen standen dann ein paar kleine Wanderungen an. Zuerst ging es zum Shakespeare Cliff hinauf und im Loop wieder zurück zum Cooks Beach. Eine 10-minütige fahrt zum Hahei Beach brachte mich dann zum Startpunkt des Cathedral Cove Tracks, welcher jedoch sehr enttäuschend war. Die Touristenflut in den letzten Jahren hat den Track durch den Regenwald so zerstört, dass nun ein Betonweg gebaut wurde, auf dem man sogar mit einem Auto langfahren könnte. Der sonst einsame Strand der Cathedral Cove war mit ca 200 Leuten total überfüllt. Auch der Hot Water Beach war eine Enttäuschung. Zwei Stunden vor und nach Ebbe kann man sich im Strandsand seinen eigenen kleinen Hotpool graben. Für mich war kein Platz mehr, denn auch hier waren ca 200 Leute mit ihren Spaten unterwegs. Ich hab dann fremdgebadet und mich einfach in ein fremdes Loch gesetzt (… das klingt irgendwie komisch – hahah!). Es ist wirklich unglaublich, wie heiss das Wasser aus dem Strandsand hervorquillt, wo das Meer doch so kalt ist.

Dann ging es weiter über Whangamata (ein Surferparadis) zu einem einsamen Campingplatz im Wentworth Valley. Das war back-to-basics: das Toilettenhaus bestand aus einem kleinen Waschbecken mit Kaltwasser und einem Loch im Boden (=Toilette). Dafür war der Campingplatz einsam im Regenwald gelegen und der Nachthimmel sternenklar ohne jegliche Lichtverschmutzung.

Coromandel Collage for article

Coromandel Goodness: Cathedral Cove – Cooks Beach – Hot Water Beach – Kuaotunu – Otama Beach

Nach 3 Tagen in dem Strandparadies brauchte ich nun etwas mehr ‘Action’ und zwar ging es nach Rotorua zum Mountainbiken. Rotorua ist das Mekka der neuseeländischen Mountainbiker mit über 100km Trails in den berühmten Redwoods/ Whakarewarewa (Mehr dazu findet hier hier: Bike the Redwoods ) Hier ist für alle Schwierigkeitsgrade etwas dabei. Nun wollte ich das auch mal probieren – und yessss – es hat super Spass gemacht und ich bin auch im ganzen Stück wieder unten angekommen, hab nur ein paar blaue Flecken und Schürfwunden davon getragen.

Rotorua MTB Collage for article

Mountainbike Action in den Rotorua Redwoods. Der Shuttle macht es super einfach die vielen Tracks in dem Wald zu erkunden.

 

Von Rotorua ging es dann in einer vierstündigen Autofahrt nach New Plymouth, der Hauptstadt der Taranaki Gegend, mit einem Zwischenstop am Kerosene Creek. Diese Gegend hat dampfende Seen und Flüsse, die so warm sind wie eine Badewanne. Ha, und während ich mir keinen eigenen kleinen Hotpool am Hot Water Beach graben konnte, hatte ich nun einen ganzen See für mich.

Kerosene Creek Collage for article

Kerosene Creek

Die Taranaki Region habe ich in meinen fast 10 Jahren in Neuseeland noch am wenigsten erkundet, also war ich sehr gespannt auf die ‘alternative’ Stadt New Plymouth mit dem besten ‘lifestyle’ in Neuseeland und ‘Lonely Planet’s second best region in the world’. Die Taranaki Gegend ist sehr reich. Sie ist das Texas von Neuseeland mit der Haupteinnahmequelle von Gas, Öl und Petroleum. Ich fand die Haltung der Leute etwas widersprüchlich. Sie geben sich als coole Hippies aus, aber leben eben diesen Lifestyle von dem Ölgeld der Region, das passt irgendwie nicht.

Die Stadt hat sehr viel Geld und pumpt dieses in die Infrastruktur, die tollen Gärten und den berühmten Coastal Walkway, der 10km von einem Stadtende zum anderen Ende an den Klippen des Strandes entlang führt. Diesen habe ich mit einem Fahrrad erkundet. Am östlichen Ende des Coastal Walkways befindet sich der Paritutu Rock (mehr zum Track findet hier hier: Paritutu Rock . Dies ist ein riesiger Felsen, den man in 15 Minuten erklettern kann. Man zieht sich an Ketten eine Steinwand hoch. Sehr steil und rutschig, aber macht total viel Spass. Dies wäre in Deutschland niemals erlaubt.

Der Vulkan Mount Egmont wacht über die Taranaki Region und ist von überall aus zu sehen. Das war sehr beeindruckend.

Durch den hohen Eisengehalt haben die Strände in Taranaki schwarzen Sand und eben an diesen Stränden soll es auch die besten Surfwellen geben, denn es liegt am Surf Highway 45. Ich persönlich surfe nicht, aber ich gucke gerne zu. Auch habe ich in diesen 3 Tagen jeden Abend den Sonnenuntergang über dem Meer beobachten dürfen. Und ich widerspreche hiermit Ildiko von Kürthy die in Mondscheintarif schrieb: Kennste einen, kennste alle! Sonnenuntergänge über dem Meer sind der Hammer!

Taranaki Collage for article

Radtour entlang des Coastal Walkways – die Öl – und Petroleum Fabrik – Back Beach – der Vulkan Mount Egmot – Sonnenuntergang in Oakura

Nach diesen drei Tagen in der Taranaki Gegend ging es dann zurück nach Auckland, und dann per Flugzeug weiter nach Hause ins gute alte Christchurch.

Es war eine tolle Woche auf der Nordinsel. Ich liebe diese Campervan-Trips. Das ist für mich der Inbegriff von Freiheit– man hat alles bei sich und kann halten, wo man will und hinterlässt keine Spuren, aber kommt mit einem riesigen Koffer voller toller Erinnerungen nach Hause. Allerdings habe ich für mich wieder einmal gemerkt, warum ich die Südinsel zu meinem Lebensmittelpunkt gemacht habe. Hier findet man das – für mich – wahre Neuseeland mit den schneebedeckten Bergen, den türkisen Flüssen und Seen, der grossen Weite und Einsamkeit.

Also liebe Freunde des Reisens, lasst es euch gutgehen und bleibt neugierig!

Eure Meike

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Backpacker-Freiheit in Waihi Beach: erster Kaffee des Tages am Strand.

 

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Improvisieren in Wentworth Valley. Die Bratpfanne dient hier als Toaster.

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Oben angekommen: am Trig des Paritutu Rocks in New Plymouth

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Letztes Frühstück vor der Heimreise am Fitzroy Beach in New Plymouth

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Ich bin Meike, komme aus Deutschland und lebe nun schon seit fast 10 Jahren in Neuseeland. Ich bin als Backpackerin mit dem Work & Travel Visum im Januar 2008 eingereist und geblieben! Ihr könnt mir gerne schreiben unter meike.worktravelnz@gmail.com

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