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Backpacker Dasein in den 90ern – ein Vergleich

Backpacker Dasein in den 90ern – ein Vergleich

Ich zähle mich ja nun schon zu den Oldies in der Backpacker-Szene, denn mein neuseeländisches Work & Travel Jahr habe ich 2008 gemacht. Dies liegt eigentlich nur 10 Jahre zurück, fühlt sich aber doch an wie ein voriges Jahrhundert. Damals gab es noch keine Smartphones oder Tablets und man reiste entweder mit einem super schweren Laptop oder nutzte die Computer in Internetcafes oder im Hostel …  und die Mehrzahl der Backpacker ist in Bussen gereist und nicht in ihren eigenen Vans. Aber wie war denn eigentlich das Backpackersein noch früher – in den 90er Jahren? Hier mal ein Vergleich.

“Das neue Ding called E-mail “ Damals war die E-mail gerade Mainstream geworden und mit seinem neusten Hotmail oder yahoo account konnten die Backpacker dann in den spärlich gesähten Internetcafes hocken, um einmal im Monat ein Lebenszeichen an seine Eltern zu schicken. Diese wiederum checkten ihren E-mail account sicherlich erst ein paar Tage später (wenn das Modem sie einwählen liess), um dann vielleicht mal eine Woche später zu antworten.

“Eine E-mail an alle – das muss reichen” Heute schicken Backpacker täglich Reise-Updates inklusive Fotos per Whatsapp, Facebook messenger, Snapchat oder imessage nach Hause, und viele Reisenden schreiben sogar ihren eigene Travel Blog. In den 90ern hat man alle paar Wochen/ Monate eine lange E-mail verfasst und sie in einer Nachricht an Familie und Freunde verschickt, die dann wiederum vielleicht Wochen später antworteten.

“Musik macht glücklich – heute wie damals” Die eigene Musik während seiner Reise zu hören ist wichtig. Sie erinnert an Heimat, Freunde, Momente und Erlebnissen. Heute hat man seine Musik immer bei sich, in seinem Smartphone oder MP3 Player (…. aber die sind glaube ich auch schon wieder am Aussterben). In den 90ern hatten die Backpacker meist einen Discman dabei. Diesen musste man allerdings stehts horizontal halten, sonst klemmte die CD oder blieb an einer Stelle in der Endlos-Schleife hängen. Dazu musste man natürlich auch Unmengen von CDs (wie Ace of Base, Nirvana oder Pearl Jam) mit sich schleppen, um Abwechslung zu haben.

“Google doch einfach … “ In den 90ern gab es noch kein Google, wo man Informationen zu Reiserouten und Unterkünften bekommen konnte. Die Backpacker der 90er hatten ihre dicke Backpacker-Bibel dabei – den Lonely Planet – der ihnen gute und ‘coole’ Reise – und Unterkunfttipps gab. Allerdings finde ich, reisen auch viele Backpacker heute noch mit dem Lonely Planet in Neuseeland, und auch ich habe noch meine 2008er Version mit welligem Papier, vielen Notizen, Adressen und Kaffeeflecken im Regal stehen. Das sind schöne Erinnerungen!

“E.T. nach Hause telefonieren!” In den 90ern, aber auch noch 2008 als ich nach Neuseeland kam, musste man sich eine internationale Telefonkarte kaufen, um seine Liebsten in der Heimat anzurufen. Das war immer ein riesiger Akt, denn man musste sich erst über E-mail im Internetcafe verabreden (immer mit der Zeitumstellung im Hinterkopf!), dann im Hostelflur oder in einer öffentlichen Telefonzelle sitzen, um dann gefühlte 500 einzelne Zahlen in das Tastentelefon (mit Schnur!) einzugeben – Kartennummer, Pinnummer, Telefonnummer mit Aslandscode. Hat man sich vertippt oder war nur eine Nummer falsch, ging das ganze Spiel von vorne los. Auch hielt man sich in den Gesprächen eher kurz, denn es war verdammt teuer. Skype, Facetime und Viber machen es heute so einfach länger Telefongespräche zu haben – und man kann sich sogar sehen! Damals hat man sich wirklich ein ganzes Jahr lang nicht gesehen.

“… und wann sehen wir uns wieder?” In den 90ern musste man sich mündlich verabreden um andere Backpacker (d.h. seine neu gewonnenen Freunden) wiederzutreffen, da es noch keine Handys gab, mit denen man SMS verschicken konnte. Man lernte sich zum Beispiel in Nelson kennen, hatte aber erstmal andere Reisepläne und verabredete sich dann in zwei Wochen um 15 Uhr in Wanaka an der Lakefront. Und – tadadaaa – es hat geklappt – ein tolles Wiedersehen! Meistens zumindest! Denn wenn die andere Person am verabredeten Ort/ Zeit nicht da war, dann haben sich die Personen wahrscheinlich nie nie wieder gesehen haben, und wundern sich noch heute, was wäre wenn ….

Also wie ihr seht, es hat sich schon einiges verändert im Backpackerdasein. Manches ist besser geworden, manches ist etwas nachteilig.

Aber eines ist gleich, alle Backpacker haben Flügel: sie gehen raus um, die Welt zu erkunden und andere Länder und Menschen kennenzulernen. Das war damals so und ist auch heute noch so!

In diesem Sinne – keep exploring!

Eure Meike

P.S. Dieser Artikel entstand in Anlehnung an den Zeitungsartikel “What backpacker Travel was like in the 90s” , 16 August 2017.

 

… und hier ein paar Bilder von meinem Backpacker-Jahr  2008

 

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Geschafft … alle Nummern der internationalen Telefonkarte richtig eingegeben und die ganze Hostelküche hört mit. Nelson, 2008.

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Der sogenannte Front-Beutler auf Reisen: hinten Kleiderschrank, vorne Reiseunterlagen und am Arm hängt die Küche. Tekapo, 2008.

Daumen raus

… und wenn der Bus mal nicht fuhr – Daumen raus!

 

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…und viele nette Partynächte mit anderen Backpackern, die man – obwohl man sich ewige Freundschaft geschworen hat –  in seinem Leben niemals wieder gesehen hat. Aber man nimmt Erinnerungen für’s Leben mit nach Hause. Raglan, 2008

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Verrückte nächtliche Aktionen in verschiedenen Hostelgärten. Kuaotunu, 2008

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Mein Backpackerjahr in Neuseeland war eines meiner schönsten Jahre im Leben!

 

 

About The Author

Ich bin Meike, komme aus Deutschland und lebe nun schon seit fast 10 Jahren in Neuseeland. Ich bin als Backpackerin mit dem Work & Travel Visum im Januar 2008 eingereist und geblieben! Ihr könnt mir gerne schreiben unter meike@work-travel-nz.com

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