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Fakten, Fakten, Fakten

 

Kurze Geschichtsstunde

Ich werde das Geschichtliche hier nur kurz anreissen, um Dir einen kleinen Einblick davon zu geben, was Du erwarten kannst, wenn Du auf den historischen Pfaden Neuseelands wandelst.

Neuseeland ist im Gegensatz zu den europäischen Ländern ein sehr junges Land. Auch wenn die ersten Siedler (die Maoris) hier schon im 13. Jahrhundert gelandet sind, hat Neuseeland seinen Weg auf die Landkarte mit dem Erreichen des Seefahrers Abel Tasman im 17. Jahrhundert gefunden. Nach einem ziemlich blutigen Empfang durch die Ureinwohner, hat sich erst wieder James Cook im Jahre 1769 nach Neuseeland verirrt. Nach einem Hin – und Her der Besitzansprüche, auch Frankreich mischte kurze Zeit mit, ist die Geburtsstunde des modernen Neuseelands auf den 6. Februar 1840 datiert. An diesem Tag wurde der Vertrag von Waitangi zwischen Maori-Häutlingen und dem Englischen Generalgouveneur Hobson besiegelt. Im Jahre 1907 (also gerade mal 100 Jahre her) wurde aus der Englischen Kolonie das unabhängige Neuseeland, wie wir es heute kennen. Seit 1947 gehört Neuseeland zum Commonwealth of Nations, deren Staatsoberhaupt die Englische Queen ist. Ja ja, auch hier ist die Britische Königliche Familie das Highlight in jeder Klatschzeitschrift. Man merkt das junge Alter des Landes insbesondere, wenn man ins Museum geht, die übrigens immer freien Eintritt haben und von Spenden (Donations) ihrer Besucher leben. Manch ein Europäer ist verwirrt, wenn der Museumsführer alte Stücke anpreist und sie dann gerade mal 90 Jahre alt sind.  Wenn man sich dann aber die Entwicklung des Landes anschaut, ist es wiederum erstaunlich, was die Neuseeländer in der kurzen Zeit auf die Beine gestellt haben, trotz ihrer Abgeschiedenheit vom Rest der Welt.

Das Neuseeland von heute

Das heutige Neuseeland bekommt seine Landeseinnahmen hauptsächlich aus der Landwirtschaft, nicht ohne Grund kommen auf jeden Einwohner (etwas mehr als 4 Mio Menschen) 10 Schafe. Auch der Tourismus bringt dem Land viel Geld. Jedes Jahr bereisen 6 Mio Menschen dieses wunderschöne Land, welches mit Aspekten reizt, die man sonst nicht mehr häufig in Europa findet: menschenleere, goldenen Strände, grüner Regenwald und einsame Orte, an dem die Welt stillzustehen scheint. Das ist es, was die Touristen anzieht, eine exotische und abwechslungsreiche Landschaft auf kleinsten Raum bei westlichen Lebensverhältnisse und europäischem Klima. Wenn Du Interesse an ‘Neuseeland in Zahlen’ hast, dann wirst Du auf dieser Webseite mehr erfahren: http://www.stats.govt.nz/ – Statistics New Zealand ist das Pendant zu unserem Statistischen Bundesamt in Deutschland.

Tourismus

Sie strömen von überallher nach Neuseeland. Auch die Deutschen entdecken dieses Land immer mehr für sich. Sei bitte nicht enttäuscht, wenn Du sehr viel Deutsch sprichst und hörst während Du in Neuseeland rumreist. Bei Studivz.net gibt es sogar eine Gruppe, die da heisst ‚Zu viele Deutsche in Neuseeland‘. Touristen sind hauptsächlich ‚on tour‘ in diesem Land. Sie bereisen es in Wohnmobilen, Bussen und Mietautos. Eine ganze Armada ist jedes Jahr auf den Strassen unterwegs. Du wirst sie dann nur noch Britzis, Mauis und Wicked’s nennen (mehr zu Fortbwegung findest Du unter der Rubrik Backpacker-Leben auf dieser Webseite). Neuseeland ist ein Land, das man sehr gut bereisen kann und die Tourismus-Branche hat sich auf die mobilen Gäste eingestellt. Auch möchte jeder noch so kleine Ort eine Scheibe von dem Tourismusboom abhaben: eine Stadt stellt eine Riesenkarotte auf und nennt sich dann die Stadt, mit der grössten Blech-Karotte, eine andere Stadt namens ‘Springfield’ hingegen stellt einen Plastik-Donut à la Homer Simpson auf den Markplatz. So schafft sich jeder hier eine Attraktion und  Sensation, um die Touristen zum Anhalten und Kaffeetrinken zu animieren. Während sich in den Sommermonaten die Touristen in ganz Neuseeland ausbreiten, sind sie im Winter auf die Skigebiete konzentriert. Vor allem auf der Südinsel sind Wanaka und Queenstown, die Orte ‘to be’, wenn es um Après-Ski und Pisten-Party geht. Auch sind viele der Wintersport-Nationalteams in diesen Gebieten zum Training stationiert, da ja auf der Nordhalbkugel Sommer ist und Schnee dort zu dieser Jahreszeit eher selten vorkommt. Das Tourismus-Ministerium hat weitere Informationen zum Thema ‘Tourismus’ parat: http://www.tourism.govt.nz/

Flora und Fauna

Im Gegensatz zu Neuseelands grossem Nachbarn Australien ist die Tierwelt harmlos. Es gibt nichts wirklich Gefährliches in Neuseeland. Zwei Spinnen (die Redback Spider und die Katipo Spinne) können beissen, aber man sagt, dass man ins Guiness Buch der Rekorde eingetragen wird, wenn man gebissen wird, da es so selten vorkommt. Ein wirklich eigenartiges Tier ist der Kiwivogel, der allerdings schon fast ausgestorben ist. Es ist der einzige Vogel auf der Welt, der nicht fliegen kann (naja, mit dem Pinguin). Man kann ihn noch in einigen Teilen Neuseelands antreffen, z.B. Coromandel Peninsula, Northland und Stewart Island. Grund seines Aussterbens ist die immer grösser werdende Possum-Population. Ein aus Australien eingeführtes Tier, das zum Feind der Neuseeländer geworden ist, weil es sein Nationaltier frisst und seine Wälder zerstört. Mittlwerweile gibt es ca. 70 Millionen Possums in Neuseeland.

Die Pflanzenwelt ist vielfältig. Besonders auffallend sind die riesigen Farne. Ich habe die zuerst gar nicht als Farne angesehen und dachte das wären grosse Palmen, aber nein es sind Farne. Wer mehr über die Tier und Pflanzenwelt Neuseelands erfahren möchte, sollte sich mal auf dieser Webseite umgucken: http://www.teara.govt.nz/ – Te Ara die Enzyklopädie Neuseelands.

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